Nachdem wir gestern (mit Ausnahme eines dringend nötigen aber aufgrund des Wetters seeeehr ungemütlichen Einkauf-Ganges) das Haus nicht verlassen haben, sind wir heute ganz spontan nach Powerscout geraten. Juliette hatte Geraldine (Aushilfs-Französisch-Lehrerin unserer Schule) gefragt, ob sie was unternehmen möchte und am Ende saßen die beiden, Anna-Lena (ganz liebe Special-Needs-Assistentin unserer Schule, die mir immer jede Menge Bücher leiht) und ich in Geraldines Auto und sieht in den Süden gefahren.
Süden impliziert eigentlich besseres Wetter, oder? Eigentlich, wenn man nicht gerade in Irland ist. Gestern meinte Jenny noch “If you wait for better weather in Ireland, you will never leave the house!” (“Wenn du in Irland auf besseres Wetter wartes, wirst du das Haus nie verlassen!”) und das ist so wahr. Aber das Wetter in Balbriggan war gar nicht so schlecht. Am Anfang schien sogar die Sonne!
Auf den Weg zu Anna-Lena sind wir in Skerries direkt an der Küste entlang gefahren. Das Meer war super unruhig und es hat geschüttet, als ob es kein Morgen gäbe. Der Himmel war dunkelgrau und der Sturm tobte. Nein, ich übertreibe nicht. An einer Stelle schlugen die Wellen sogar die Klippen hoch, die direkt an der Straße entlang führen. Eine dieser Wellen erfasse uns und wir konnten ein paar Augenblicke nichts mehr erkennen, weil das Wasser über das Auto hinwegfegte. Das war schon einmal ein Abenteuer. Die entgegenkommenden Autos fuhren glücklicherweise genauso langsam wie wir.
Mit Anna-Lena im Auto sind wir dann durch Dublin und ins County Wicklow gefahren. In den Bergen liegt Schnee!
Nach fast 2 Stunden sind wir dann in Powerscout angekommen. Dort gibt es einen großen Garten und einen Wasserfall anzuschauen. Wir haben uns für den Wasserfall entschieden!
So war das Wetter, als wir angekommen sind:
Und das ist der Wasserfall:
Nachdem wir den Wasserfall genauestens begutachtet, Fotos gemacht und die Steine erklommen haben, sind wir noch ein bisschen in der Gegend rumgelaufen. Ich kam mir echt vor wie im Märchenland. Nicht nur, dass ich gemerkt habe, wie sehr ich Bäume und Wälder vermisse, aber schaut euch mal die folgenden Bilder an. Eigentlich würd ich gern alle 110 Bilder zeigen, aber nunja. Ich zeig euch ein paar. Es war einfach magisch – wie im Märchen! *träum*
Nach dem Spaziergang haben wir gepicknickt. Es war zwar saukalt, aber die Sonne schien und wir waren alle dick eingepackt. Der Wind wehte zwar den ein oder andern Gegenstand (die armen Kekse!) vom Tisch, aber davon ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Geraldines Kommentar: “Ich liebe es, draußen zu essen. Das wird nie langweilig und man weiß nie, was als nächstes passiert!”. Hehe, wie wahr. Wir hatten sogar Tee! Geraldine hat die tollste Thermoskanne, die ich je gesehen habe:
Als wir alle im Auto saßen, sah das Wetter dann so aus:
Die armen Leute die gerade erst angekommen waren, taten uns echt leid.
In Irland gibt es den Spruch “4 seasons at one day” (4 Jahreszeiten an einem Tag). Das traf definitiv auf den heutigen Tag zu. Wir hatten alles: Strahlenden Sonnenschein, Regen, Hagel, Schnee, Sturm...
Es war ein wunderbarer Tag mit wunderbaren Eindrücken und vielen kleinen Abenteuern!
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