Heute sind wir früh aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt, bevor wir mir eine irische SIM-Card und einen Steckdosenumsteckstecker organisiert haben. Danach sind wir in den Bus nach Balbriggan gestiegen (Die Busfahrer sind so nett hier! Nette Busfahrer!!! Eigentlich sind hier alle Leute nett, bis auf die Frau gestern am Kiosk am Dublin Airport) und eine Stunde durch die Gegend getuckert. Als wir ausgestiegen sind, hab ich schon die Schuluniformen meiner Schule gesehen. Da ich keine genaue Adresse von der Schule hatte (die genaue Adresse ist "Loreto Secondary School in Balbriggan"), sind wir den Schuluniformen nachgelaufen: Da muss irgendwo ein Nest sein. Die Schule ist direkt am Meer! Und riesig!
Meine Betreuerin hat mich ganz lieb empfangen, erst einmal herumgeführt und uns Tee angeboten. Ich durfte sogar von dort aus meine Anrufe erledigen und habe einige Termine für Wohnungsbesichtigungen ausmachen können.
Die erste Vermieterin hat uns sogar von der Schule abgeholt und uns noch die Stadt gezeigt. Sie war auch recht lieb, mitteilungsfreudig, gastfreundlich und Muttersprachlerin, aber das möblierte Zimmer war kleiner als klein und der Rest der Wohnung hatte ihren Fingerabdruck. Für mich wäre dort kein Raum gewesen und ich rede nicht nur vom tatsächlichen Platz. In der zweiten Wohnung lebten zwei männliche Nicht-Muttersprachler, die menschlich absolut nicht auf meiner Wellenlänge waren. Das Zimmer wäre zwar groß genug gewesen und möbliert, aber die ganze Einrichtung wirkte wie ein Provisorium; es wäre kein "Zuhause" geworden. Nach diesen beiden Erfahrungen fingen wir an, uns Sorgen zu machen. Doch dann kam Louise! Das Zimmer bei ihr wäre grade groß genug gewesen und sie ist eine absolut liebe Person, mit der man gut auskommen kann. Wir hatten schon überlegt, die rosanen Gardinen zu ersetzen und das Bett umzustellen, als uns ein Anruf erreichte. Alison erklärte sich kurzfristig bereit, uns das Zimmer in ihrem Haus zu zeigen und zufälligerweise waren wir grade genau in der Gegend. Da sie uns gebeten hatte, erst ein paar Minuten später zu erscheinen, konnten wir uns noch die Umgebung anschauen. Näher am Meer kann man hier nicht wohnen und direkt vor dem Haus liegt eine Schlossruine, die gerade wieder aufgebaut wird. Der Weg zur Schule ist auch nicht weit. Perfekt! Doch wir beruhigten uns erst einmal wieder und sagten uns "erst mal schauen, wie die Leute so drauf sind!" Wir kamen ins Wohnzimmer und Meike sagte: "Gitarren!!!" Da war eigentlich schon klar, dass ich dort bleiben würde. Das Zimmer ist im Verhältnis riesig, möbliert und das Bad ist auch recht nett. Neben Alison und ihrem Mann wohnen noch eine Halb-Deutsche, ein Windhund im Ruhestand, ewig viele Gitarren, eine Bodhrán, ein Keyboard, eine Violine, ein Cello, Klarinetten, Flöten etc dort.
Wir haben uns danach zwar noch ein Zimmer angeschaut, doch haben wir auf dem Weg zurück nach Dublin Alison gleich zugesagt. Etwas Passenderes für mich werde ich wohl kaum finden. Besser hätte die Wohnungssuche kaum laufen können!
Seit dem bin ich ziemlich aufgedreht, auch wenn wir beide von dem anstrengenden Tag recht müde sind. Die Meike ist sogar sooo müde, dass sie "Mein kleiner grüner Kaktus" singt... Also gehen wir jetzt lieber mal ins Bett, bevor die anderen Gäste noch komischere Fragen stellen... In diesem Sinne: Hollahihollahihollaho!
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2 Kommentare:
Bella.
Ich freue mich total, das du ein solch gemütliches Nest gefunden hast.
Hier geht zwar einiges drunter und drüber, aber im Großen und Ganzen sind wir wohlauf. Ich vermisse dich.
Oh Mann...das mit dem Geld ist hart! ich hoffe, du lonntest das trotzdem noch relativ gut organisieren, damit du nicht völlig auf dem Trockenen sitzt!
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